Interessierte und Betroffene

Es gibt viele gute Medikamente, die bei Kopfschmerzen, Ängsten, Erschöpfung, schlechter Stimmung oder Schlafstörungen zunächst sehr gut helfen. Häufig sind sie aber auf Dauer keine gute Lösung, wenn sie nicht die Ursache der Beschwerden beheben. Denn nicht nur Alkohol, Nikotin und illegale Drogen können abhängig machen. Auch vier bis fünf Prozent aller verordneten Arzneimittel haben ein Suchtpotenzial, allen voran Schlaf- und Beruhigungsmittel. Experten schätzen, dass allein von diesen Mitteln geschätzte 1,4 bis 1,5 Millionen Menschen abhängig sind.

Die meisten Betroffenen erleiden solche unerwünschten Wirkungen, ohne dass ihnen das Problem einer (beginnenden) Abhängigkeit bewusst ist. Wie kann ich einen gefährlichen Gebrauch von Medikamenten erkennen? Um welche kritischen Arzneimittel handelt es sich und wer ist gefährdet? Worauf muss ich in der Arztpraxis achten und welche Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.

Macht mein Medikament Abhängig? Film 1 der Reihe Medikamente und Sucht

Prof. Dr. Gerd Glaeske ist 2022 leider verstorben. Nachruf der AKDAE.

Was ist Abhängigkeit? Film 2 der Reihe Medikamente und Sucht

Dr. Rüdiger Holzbach ist Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Alexianer Klinikum Hochsauerland.