Medikamente und Sucht

Wechselwirkungen

Je mehr Medikamente jemand gleichzeitig einnimmt, desto wahrscheinlicher werden Wechselwirkungen. Insbesondere ältere Menschen schlucken nicht selten fünf oder mehr Mittel. Die verschiedenen Arzneien können sich gegenseitig beeinflussen. So verstärken Benzodiazepine und andere Mittel, die das zentrale Nervensystem dämpfen (starke Schmerzmittel, dämpfende Antidepressiva u.a.), sich gegenseitig in ihren Wirkungen und unerwünschten Wirkungen.

Auch rezeptfreie Präparate sind nicht immer harmlos. So sollten Menschen, die Blutverdünner einnehmen (als Schutz vor Herzinfarkt, Schlaganfall oder Thrombose), vorsichtig sein mit rezeptfreien Schmerzmitteln. Denn bei Einnahme von Azetylsalizylsäure (ASS), Diclofenac oder Ibuprofen steigt das Risiko für Magenbluten.

Es ist ratsam, eine Liste aller zurzeit eingenommenen Mittel aufzustellen und sie mit dem Hausarzt zu besprechen.

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Text: Anke Nolte

Literaturempfehlung

Stiftung Warentest (Hrsg.) (2014): Handbuch Medikamente. www.test.de