Medikamente und Sucht

Missbrauch anderer Arzneimittel

Missbrauch tritt auch bei verschiedenen Medikamenten ohne spezifisches Abhängigkeitspotenzial auf. Der schädliche Gebrauch wird in Folge einer körperlichen Gewöhnung oder aufgrund bestimmter Wirkungen fortgesetzt.

Zu den bekanntesten Arzneimitteln mit einem solchen Missbrauchspotenzial gehören abschwellende Nasentropfen und -sprays, Abführmittel, Appetitzügler, harntreibende Mittel, Hormone und alkoholhaltige Zubereitungen.

Manche Arzneimittel, die (aufgrund der fehlenden direkten psychischen Wirkung) nicht zu einer Abhängigkeit im engeren Sinne führen, können missbräuchlich genutzt werden. Das bedeutet, dass sie länger oder in höherer Dosis als vorgesehen eingenommen oder nicht ihrer Indikation entsprechend verwendet werden.

Seiteninfo

Text: Dr. med. Rüdiger Holzbach, Karen Hartig

Literaturempfehlung

Langbein, Kurt; Martin, Hans-Peter; Weiss, Hans (2013): Bittere Pillen 2011-2013. Nutzen und Risiken der Arzneimittel. Köln: Kiepenheuer & Witsch.

Stiftung Warentest (Hrsg.) (2010): Handbuch Medikamente. Vom Arzt verordnet - Für Sie bewertet. 8. Auflage. Berlin.

Stiftung Warentest (Hrsg.) (2011): Handbuch Rezeptfreie Medikamente. Alle wichtigen Präparate von Stiftung Warentest bewertet: Über 1900 Mittel für Sie bewertet. 4., aktualisierte Auflage. Berlin.

Basisinformationen Medikamente

Zum weiterlesen in der DHS Broschüre Basisinformationen Medikamente