Medikamente und Sucht

Interessierte und Betroffene

Kopfschmerzen, Ängste, Erschöpfung, schlechte Stimmung oder Schlafstörungen – Tabletten können in einer akuten Situation helfen. Auf Dauer sind sie aber meistens keine gute Lösung. Denn nicht nur Alkohol, Nikotin und illegale Drogen können abhängig machen. Auch vier bis fünf Prozent aller verordneten Arzneimittel haben ein Suchtpotenzial, allen voran Schlaf- und Beruhigungsmittel. Experten schätzen, dass allein von diesen Mitteln mindestens 1,2 Millionen Menschen abhängig sind.

Die meisten Betroffenen erleiden solche unerwünschten Wirkungen, ohne dass ihnen das Problem einer (beginnenden) Abhängigkeit bewusst ist. Wie kann ich einen gefährlichen Gebrauch von Medikamenten erkennen? Um welche kritischen Arzneimittel handelt es sich und wer ist gefährdet? Worauf muss ich in der Arztpraxis achten und welche Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.