Medikamente und Sucht

Alkoholabhängige

Jüngere Menschen mit einer Benzodiazepinabhängigkeit haben oftmals auch schon früh Probleme mit dem Alkoholkonsum, schließlich ist seit langem die Kreuztoleranz zwischen Alkohol und Benzodiazepinen bekannt. Im angelsächsischen Sprachgebrauch wird daher oftmals auch von "solid alcohol" für die Benzodiazepine und von "fluid benzodiazepines" für Alkohol gesprochen. Eigene Untersuchungen haben gezeigt, dass jüngere Menschen mit einer diagnostizierten Alkoholabhängigkeit in der ambulanten Versorgung häufig gleichzeitig Benzodiazepine als Schlaf- oder Beruhigungsmittel erhalten, obwohl die gleichzeitige Anwendung als kontraindiziert gilt und allenfalls bei stationären Entzugsbehandlungen genutzt werden sollte (Glaeske, Schicktanz 2011).

Seiteninfo

Text: Prof. Dr. Gerd Glaeske, Dr. med. Rüdiger Holzbach, Daniela Boeschen

Literaturempfehlung

Glaeske, Gerd; Schicktanz, Christel (2011): BARMER GEK Arzneimittelreport 2011. St. Augustin: Asgard.

Alkoholabhängigkeit

Band 1 der Suchtmedizinischen Reihe: Alkoholabhängigkeit

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